Metz Mecatron Sender 191/1 -Umbau in Baby 2 Sender 191/11?

Vor einiger Zeit habe ich auf ebay einen Metz Fernsteuersender 191/1 erworben. In der Beschreibung war angegeben, dass der Sender auf den Anschluss an 12 Volt (Stecker für Zigarettenanzünder) umgerüstet war.

Als ich mir den Sender vor einigen Tagen angeschaut habe, bin ich auf ein interessantes Innenleben gestoßen: neben dem erwarteten Gleichspannungsregler für 6 Volt entsprechend der Batteriespannung war im Batteriefach war eine Leiterplatte eingebaut mit einem Relais, Drahtpotentiometer, Motor und einem Unterbrecherkontakt.

Nach einigen Tests und Überlegungen war bald klar, dass der Sender über den Motor mit Unterbrecher getaktet wird. Die Schaltscheibe am Motor sorgt für ein Impuls- zu Pause-Verhältnis von 1:1 und die Impulslänge ich über den Drehwiderstand einstellbar.

Dies war für mich zunächst verwunderlich, da die Fernsteuertechnik der damaligen Zeit eher mit Tonfrequenzen als mit Impulslängen gearbeitet hat und ich habe versucht, mir die benötigte Empfängerlogik vorzustellen.

Mit einiger Recherche bin ich dann auf die nachfolgende Veröffentlichung in der Funkschau Heft 21/1965 gestoßen, in der das Verfahren gut erläutert wird. Offensichtlich hat jemand die Logik des Senders mit elektromechanischen Mitteln nachgebildet.

Ich bin nicht sicher, ob der Ansatz funktioniert hat, da meine Anlage ziemlich “verbaut” ist – der integrierte Spannungsregler entstammt wohl einer späteren Anpassung / Reparatur, die mechanische und die Löt-Qualität sind sehr unterschiedlich, so dass wohl die Versuche mehrerer Eigentümer unterstellt werden können und der vorgefundene Aufbau funktioniert in seiner jetzigen Verdrahtung mit Sicherheit nicht. Aber vielleicht wurde diese Umrüstung ja auch in einer Modellbau- oder Elektronikzeitschrift vorgestellt? – für entsprechende Hinweise wäre ich sehr dankbar!

Die Beschreibung der Metz-Anlage in der Funkschau gibt eine Impulsdauer von 5 ms an. Dies würde einer Motordrehzahl von 6.000 / min entsprechen. Meine Messungen mit dem Oszilloskop zeigen, dass die Kontakte bei einer Impulslänge <= 20 ms  stark prellen. Auf der anderen Seite kann ich mir auf Basis der Empfängerschaltung auch vorstellen, dass eine sichere Kanalunterscheidung auch bei größeren Impulslängen möglich ist. Sobald ich einen funktionsfähigen Empfänger ergattern kann, werde ich meine These prüfen.

Wird fortgesetzt…

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