Kalibrator 0 dBm (50 Ω)

Für einige meiner Projekte habe ich einen HF Kalibrator benötigt. Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf den Kalibriergenerator von Andreas Lindenau, DL4JAL (www.dl4jal.de), gestoßen, der eine Schaltung von Thomas Moliere, DL7AV, überarbeitet und auf SMD umgestellt hat. Besonders ansprechend fand ich die Möglichkeit, den HF Pegel mit einem Vielfachmessgerät einzustellen.

Mit den Layout-Daten, die Andreas Lindenau mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, konnte ich eine Musterserie Leiterplatten fertigen lassen. Die Beschaffung der Bauteile war ebenfalls kein Problem.

Die Leiterplatte wurde mit Hilfe einer einglöteten und verklebten BNC-Einbaubuchse an der Frontplatte des vorgesehenen Gehäuses befestigt. Zusätzlich habe ich als Einschaltkontrolle noch eine LED mit Konstantstromquelle auf einer Lochrasterplatte eingebaut.

Einbau Frontplatte

Einbau Frontplatte Unterseite

Die folgenden Bilder zeigen das Gerät von vorne und hinten.

Vorderseite Kalibrator

Rückseite Kalibrator

Das Signal macht – im Rahmen meiner Messmöglichkeiten – einen sehr stabilen und guten Eindruck.

Screen Capture

P.S.: Ich habe noch einige Leiterplatten übrig, die ich gerne zu Selbstkosten (5 Euro plus Porto und Verpackung) abgebe. Wenn Sie Interesse haben, dann bestellen Sie direkt über PayPal im Shop.

Röhrenoszillator mit Obertonquarz

Beim Design eines Röhrenoszillators  mit einem Obertonquarz, der üblicherweise bei Frequenzen > 10 MHz … 15 MHz zum Einsatz kommt, sind zwei wesentliche Punkte zu beachten: Der Quarz ist in Serienresonanz zu betreiben und die maximale Quarzbelastung ist einzuhalten.

Nur im Fall von Serienresonanz ist ein stabiles Arbeiten des gesamten Oszillators gewährleistet. Wie schon das “Quarz 1×1” von Helmut A. Wuttke in den fünfziger Jahren ausführte, sind für Obertonquarze “Röhrenschaltungen einfacher Art, bei denen nur eine Triode Verwendung findet und der Quarz zwischen Gitter und Masse liegt (Parallelresonanz), .. . abzulehnen. Die Stabilität dieser Schaltungen ist unzureichend. Zudem sind Obertonquarze grundsätzlich auf die Serien-Resonanz-Frequenz abgestimmt; die Frequenz würde also bei solchen Oszillatoren zu hoch liegen.”

Zusätzlich ist die maximale Quarzbelastung zu berücksichtigen, die bei heutigen Quarzausführungen im Bereich von 1 mW liegt. Eine höhere Belastung des Quarzes gefährdet die Frequenzstabilität (Langzeitkonstanz) und kann sogar zur Zerstörung des Quarzes führen. Von daher sind im Schaltungsentwurf geeignete Maßnahmen zur Amplitudenbegrenzung vorzusehen.

Der nachfolgend dargestellte Quarzoszillator mit einer Triode in Gitterbasisschaltung wird den genannten Anforderungen vollständig gerecht.  Durch den Einsatz einer Kombiröhre mit Triode und Pentode kann die erwartungsgemäß kleine Leistung des Oszillators bis auf ca. 50 mW an 50 Ohm erhöht werden.

 

Schaltplan Röhrenoszillator mit Obertonquarz
Schaltplan Röhrenoszillator mit Obertonquarz (für eine vergrößerte Darstellung anklicken)